Güstrower SC 09 – FUSSBALL


25.11.2017 | C1-Junioren: Rostocker FC - GSC 7:0 (4:0) PDF Drucken E-Mail

An der Ostsee untergegangen
Eine recht heftige und zudem bittere Niederlage mussten die C-Junioren bei ihrem letzten Auswärtsspiel in Rostock zur Kenntnis nehmen.
Leider muss man einschätzen, war die Niederlage auch in dieser Höhe verdient, obwohl die beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften aufeinandertrafen und Tabellenerster gegen den Zweiten spielte. Ein wenig mehr Gegenwehr,  Spielideen insbesondere der Führungsspieler und auch gegenseitiges Coaching hätte man sich dabei schon gewünscht. Stattdessen brach man fast völlig ein und hatte am Ende Glück, eine nicht noch heftigere Klatsche kassiert zu haben. So geriet das Spiel leider zu einer Lehrvorführung, wie man es hätte besser machen können.

Dabei ging es eigentlich ganz gut los, man stand hinten recht sicher, stellte die Räume zu, musste dabei aber ständig auf der Hut vor der starken Rostocker Offensive sein, die jeden Fehler gnadenlos bestraften. Einer solchen Aktion entsprang dann auch die Führung der Gastgeber, als gleich beide Außenspieler, ohne sich gegenseitig abzusichern,  auf den Ballführenden gingen, der beide prompt vernaschte und nach innen flanken konnte, wo der Stürmer der Gastgeber völlig blank einschieben konnte.  Kurz darauf ergab sich die 100%ige Chance zum Ausgleich, nur fehlte dem GSC einfach die Cleverness oder der Mut zur richtigen Entscheidung, die Torfrau wurde nur angeschossen. Es sollte der einzig nennenswerte Torschuss der gesamten Spielzeit bleiben, obwohl der GSC in den darauffolgenden gut 20 min fast gleichwertig war. Man mühte sich redlich, spielte auch munter mit, war aber oftmals nur zum Reagieren verurteilt, anstatt selbst zu agieren.
Das hohe Tempo und das Fußball auch ständig Kopfsache ist, forderte von einigen Spielern mehr Tribut, als ihnen lieb sein konnte.  Mit gleich drei Gegentoren in drei Minuten hatte man es kurz vor der Halbzeit fertig gebracht, die guten Ansätze mit einem Schlag zunichte zu machen.

Dieses Bild sollte sich in der zweiten Halbzeit fortsetzen, die Rostocker waren an dem Tag aufgrund ihrer technischen und läuferischen Überlegenheit einfach nicht zu bezwingen. Alle Akteure des GSC sollten leider ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, der Gegner war einfach zu eindeutig überlegen. Die Frage nur, warum dieser nicht in der Verbandsliga spielt, denn in der Landesliga dürfte man kaum gefordert sein. Man schießt zwar Tore wie am Fließband, richtige Gegner sind aber kaum auszumachen.

Der GSC: Beseler, Otte, Deffge, Schulz (Hertel), Waßmann, Toni, Nehls (Niemann), Malchow, Meck (Burmeister), Schenkluhn (Bunte)

Ingolf Schwartz