Güstrower SC 09 – FUSSBALL


08.04.2018 | C1-Junioren: SV Barth - GSC 2:3 (2:0) PDF Drucken E-Mail

Spiel gedreht - Sieg des Willens
Womit man fast rechnen konnte, es trat ein, das Spiel dort in Barth fand auf dem ungeliebten Kunstrasen statt. Nicht das der Platz Großfeldansprüche überhaupt auch nur im Ansatz anmeldet, ist er richtig heruntergekommen, von erhöhter Verletzungsgefahr erst gar nicht zu reden. Völlig unverständlich, dass man zulässt, auf diesem überhaupt Landesligabegegnungen anzupfeifen.
Der kurze Platz, wo man sich eigentlich permanent auf den Füßen stand, spielte dem Gastgeber natürlich in die Karten. Mit dem Geläuf bestens vertraute, brauchte es nicht viel, die Räume eng zu machen und so den GSC überhaupt ins Spiel kommen zu lassen. Dazu war die bullige Abwehrreihe der Barther sehr präsent, musste kaum lange Wege gehen und war nicht unbedingt zimperlich, den Ball aus der Gefahrenzone zu bugsieren. Der GSC seinerseits tat sich schwer, in die Begegnung zu kommen. Fehlabspiele wurden sofort bestraft, ruck zuck war der Ball weg und schlug im Strafraum ein. An einen einigermaßen Spielaufbau war kaum zu denken, dazu kamen technische Probleme, den Ball vorn konsequent festzumachen und in den eigenen Reihen zu halten.  Leider wurden die wenigen Chancen vergeben, obwohl allein auf den Torwart zulaufend, die Latte im Weg war oder doch noch ein Verteidiger auf der Linie stand. Wie man es besser und vor allem auf diesem Platz angemessen machen kann, zeigte Barth. Zwei länge Bälle nach Ballverlusten reichten, die GSC Abwehr alt aussehen zu lassen und auch nur diese beiden Torschüsse in Tore umzumünzen.

Entgegen vorangegangener Spiele, kam der GSC wie verwandelt in die zweite Halbzeit hinein. In die Karten hierbei spielte, dass man früh den Anschlusstreffer erzielen konnte. Ein nimmermüder, manchmal etwas zu überhastet agierender, Charly Hoffmann, hatte den Ball stark am herauseilenden Torwart vorbei auf den lauernden Paul Bukowski zurückgelegt, der knallhart ins nun leere Tor vollenden konnte. Jetzt war der GSC mitten drin im Spiel und Barth etwas von der Rolle. Der GSC nahm den Kampf an, attackierte früh und kämpfte um jeden Ball. Dazu kam, Leon Toni jetzt im Mittelfeld spielend, nach durchwachsener erster Halbzeit, zusammen mit Tim- Ole Waßmann endlich die Hoheit in der Schaltzentrale übernahm.  Zum Matchwinner wurde zudem die starke rechte Seite, auf welcher Marvin Nehls um jeden Ball kämpfte und fast alle Zweikämpfe für sich entscheiden konnte. Wenn die Pässe dann auch nicht alle ankamen, war es eine starke Leistung. Der Ball wurde zudem endlich schnell gespielt, ohne sich in kräftezehrenden Zweikämpfen aufzureiben. Die Abwehrreihe war jetzt jederzeit präsent, der Gegner zeigte Wirkung. Leon Toni mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute gelang es, das Spiel zu drehen und seiner Mannschaft doch noch den Sieg zu sichern. Man hatte nie aufgesteckt und sich aufgrund einer couragierten Leistung in der zweiten Halbzeit zu Recht belohnt.

Der GSC: Beseler, Schulz, Otte, Deffge, Meck, Nehls, Waßmann, Hertel (Niemann), Toni, Bukowski (Schenkluhn), Hoffmann (Stein).

Ingolf Schwartz