Güstrower SC 09 – FUSSBALL


30.09.2018 | B1-Junioren: FC Schönberg - GSC 4:1 (1:0) PDF Drucken E-Mail

Klatsche die Zweite
Genau wie in der Vorwoche, dazu mit dem identischen Resultat, müssen sich die B-Junioren

 

langsam eher nach unten orientieren, anstatt mit der Tabellenspitze auf Tuchfühlung zu bleiben. Leider wird es derzeit nicht zufriedenstellend geschafft, das vorhandene spielerische Potential auch auf dem Rasen umzusetzen. Entsprechend lang waren die Gesichter dann leider auch wieder nach dem längeren Auswärtstrip nach Schönberg. Dabei traf man auf einen Gegner, der in etwa als gleichwertig anzusehen war.
Auf dem eher kleinen Kunstrasenplatz ging es dann auch gleich gehörig zur Sache. Es sollten aus Sicht der Gastgeber die Fronten früh geklärt, die Gäste aus Güstrow offensichtlich regelrecht überrannt werden. Gepaart mit hohem läuferischen Einsatz, wuchtigem Zweikampfverhalten und frühem Stören schien die Rechnung aufzugehen und der GSC Wirkung zu zeigen. Man ließ sich ganz offensichtlich  beeindrucken und haderte mit sich selbst, anstatt selbst etwas für einen ansehnlichen Spielaufbau  zu tun. Man muss neidlos anerkennen, dass der Gastgeber gerade in der Anfangsphase in punkto Laufbereitschaft und Ballsicherheit einfach einen Tick besser war. Dazu kamen einige Nickligkeiten, die einigen Spielern doch mehr zu schaffen machten.
Bedanken kann man sich bei einem bestens aufgelegten Moritz Beseler im Tor, der seine Mannschaft in einigen klasse Paraden lange die 0 festhalten konnte. Leider wirkte die Güstrower Abwehr in einigen Aktionen nicht sattelfest und ließ sich etwas von der von der allgemeinen Hektik anstecken. Dazu kamen technische Unzulänglichkeiten in der Spieleröffnung. Wie schnell es auf dem kurzen Rasen einschlagen konnte, zeigte der erste Gegentreffer. Eben auf der Gegenseite die sich bietende Chance leichtfertig vertan, stand nach nur einem langen Ball der gegnerische Stürmer völlig blank und brauchte nur noch einzuschieben.

In der zweiten Halbzeit zeigte der GSC ein völlig anderes Gesicht, die Ansprache zur Halbzeit hatte offensichtlich  Wirkung gezeigt. Endlich besann man sich darauf, auch selbst Fußball zu spielen und vor allem auch die Zweikämpfe anzunehmen. Zwar gab es in dieser Druckphase den zweiten Gegentreffer, der aber nur noch mehr anstacheln sollte. Einer starken Aktion auf der rechten Seite, Maximilian Malchow hatte sich gleich gegen drei Gegenspieler durchsetzen und diese auch noch abschütteln können, entsprang der lange verdiente Anschlusstreffer.  Mit seinen hervorragenden technischen Fähigkeiten und dem vorhandenen Blick für den Mitspieler, passte er den Ball nach innen, wo Vincent Warnick goldrichtig stand und wuchtig vollenden konnte. Jetzt hatte man natürlich Morgenluft gewittert und wollte unbedingt das Unentschieden. Das wäre beinahe auch passiert, als Nik Schuller einen Freistoß punktgenau nach innen bringen und der Schuss von Florian Warnick nur um Haaresbreite abgeblockt werden konnte. Das wäre die richtige Antwort und die Initialzündung für die letzten fünf Minuten gewesen. Leider steckte die diese Aktion offensichtlich noch in den Köpfen einiger Akteure, die sich kurze Auszeiten nahmen und nicht mehr in aller Konsequenz bei der Sache waren. Unerklärlich und den eigentlichen Spielverlauf auf den Kopf stellend, kassierte man sogar noch gleich zwei weitere Gegentreffer in den letzten beiden Minuten.

Der GSC: Moritz Beseler, Tristan Otte, Nils Deffge, Lukas Schulz (Florian Warnick), Henning Krüger, Tim-Ole Waßmann, Nik Schuller, Maximilian Malchow, Mitja Thormann, Vincent Warnick, Leon Toni

Ingolf Schwartz